Betriebssicherheitsverordnung, Druckanlagen

Die novellierte Betriebssicherheitsverordnung –
Gefährdungsbeurteilung und Prüfung von überwachungsbedürftigen Druckbehälteranlagen und Rohrleitungen

 

Die novellierte Betriebssicherheitsverordnung, zuletzt geändert am 30. April 2019, bringt zahlreiche neue Arbeitgeberpflichten bei der Verwendung von

Arbeitsmitteln und dem Betrieb von überwachungsbedürftigen Anlagen mit sich, z. B.

– Zusammenführung der Gefährdungsbeurteilung für Arbeitsmittel und überwachungsbedürftige Anlagen, insbesondere Druckanlagen
– Erweiterung der Gefährdungskataloge im Hinblick auf besondere Unfallschwerpunkte
– Anforderungen an die Qualifikation von Beschäftigten für die Erstellung von  Gefährdungsbeurteilungen
– neue Dokumentations- und Nachweispflichten
– erweiterte Anforderungen an die erforderlichen technischen Unterlagen bei der Ordnungsprüfung durch die zugelassene Überwachungsstelle
– Anwendung von modernen Prüfkonzepten: Ersatzprüfungen, Ersatzmaßnahmen.

Gemäß § 3 Abs. 3 BetrSichV darf die Gefährdungsbeurteilung nur von fachkundigen Personen durchgeführt werden. Die Qualifikationsanforderungen sind in § 2 Abs. 3 festgelegt. Die Qualifikation ist durch Schulungen auf dem Stand zu halten.

Für die Ermittlung und Bewertung von Gefährdungen im Gefahrenfeld „Druck“ sowie die Festlegung von Schutzmaßnahmen wird der gesetzlich vorgeschriebene Stand der Technik in der TRBS 2141 konkretisiert. Die vom Arbeitgeber festgelegten Schutzmaßnahmen müssen bei der Prüfung der Druckanlage und der Anlagenteile nach den §§ 15, 16 BetrSichV als Bestandteil der technischen Unterlagen dokumentiert werden. 

Ziel des Seminars ist, den Teilnehmern anwendbares Wissen bezüglich der methodischen Grundlagen und der praktischen Durchführung der Gefährdungsbeurteilung im Gefahrenfeld Druck zu vermitteln. Im Workshop werden beispielhafte Gefährdungsbeurteilungen und Prüfkonzepte anhand von Checklisten und flexiblen Excel-Vorlagen erarbeitet und diskutiert. Die Teilnehmer sind nach dem Seminar in der Lage, eigenständig Gefährdungsbeurteilungen für ihre betrieblichen Belange zur erstellen.

 

 

 

Fortbildungslehrgang und Erfahrungsaustausch für zur Prüfung befähigte Personen für die Prüfung von

überwachungsbedürftigen Druckbehälteranlagen und Rohrleitungen

 

Die novellierte Betriebssicherheitsverordnung fordert im Anhang 2 Abschnitt 4 Nr. 3, dass zur Prüfung befähigte Personen ihre Kenntnisse über

Druckgefährdungen durch Teilnahme an Schulungen oder Unterweisungen auf dem aktuellen Stand halten. Damit wird der besondere Stellenwert

der zusätzlichen Qualifikation und der Fortentwicklung des Kenntnisstandes bezüglich der Prüfungen bei Druckgefährdungen hervorgehoben.

Der Fortbildungslehrgang hat zum Ziel, die Teilnehmer auf den aktuellen Stand betreffend die gesetzlichen Grundlagen – die novellierte BetrSichV

und weitere Betriebsvorschriften – sowie das einschlägige TRBS-Regelwerk und dessen Anwendung zu bringen. Zu betrachtende Schnittstellen zu

weiteren Rechtsbereichen, z. B. EU-Recht für Beschaffung und Errichtung von Druckanlagen, Anforderungen aus dem WHG / AwSV, Gefahrstoffrecht /

TRGS werden aus Sicht der Prüfanforderungen mit erörtert.  

Weitere Themenschwerpunkte sind Anfragen und Problemlösungen aus der Prüfpraxis der befähigten Person und der zugelassenen Überwachungsstelle, sowie Erkenntnisse und Lehren aus Schadensfällen und Unfälle. Der Lehrgang bietet ferner den Rahmen für einen intensiven Erfahrungsaustausch: die Teilnehmer können eigene Erkenntnisse und Fragestellungen einbringen und diskutieren.

Grundlehrgang zur Ausbildung von zur Prüfung befähigten Personen für die Prüfung von überwachungsbedürf-

tigen Druckbehälteranlagen und Rohrleitungen nach BetrSichV

 

Die besonderen Qualifikationsanforderungen an zur Prüfung befähigte Personen für die Prüfung von überwachungsbedürftigen Druckbehälteranlagen

und Rohrleitungen sind im Anhang 2 Abschnitt 4 Nr. 3 BetrSichV festgelegt. Darin sind u. a. die erforderlichen Kenntnisse über Rechtsgrundlagen, das

einschlägige Technische Regelwerk TRBS sowie die Durchführung von Prüfungen, Bewertung der Prüfbefunde und Dokumentation der Ergebnisse

vorgegeben.

Der Grundlehrgang hat zum Ziel, die gesetzlich geforderten Kenntnisse zu vermitteln. Zur Praxisbindung werden in Workshops Fallbeispiele aus der

Prüftätigkeit der befähigten Person bearbeitet und typische Schädigungsmechanismen im Betrieb von Druckanlagen erläutert.

Die Teilnehmer erhalten zum Lehrgangsabschluss mit erfolgreich bestandener Prüfung ein Zertifikat als Qualifikationsnachweis und sind damit befähigt, überwachungsbedürftige Druckbehälteranlagen und Rohrleitungen nach BetrSichV zu prüfen.

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